Scheidung Kosten: Anhörung vor Gericht

Eine Scheidung ist für alle Seiten ein sehr belastender Schritt. Besonders wenn vielleicht gemeinsame Kinder vorhanden sind und oder viel gemeinsames Eigentum besteht. Nicht nur die Kinder sind oft ein Streitfall, sondern auch das gemeinsame Vermögen. Die Frage ist hier: wer bekommt was und vor allem: was ist eine gerechte Aufteilun, mit der beide Seiten leben können?
Hier erfährt man alles über die Scheidung und die Kosten.

Die Scheidung und die Kosten: was kommt auf mich zu?

Die meisten Menschen haben keine Ahnung von diesem Thema, bis es sie betrifft. Zuerst sollten daher die grundsätzlichen Bestimmungen einmal angesprochen werden:
– Wer sich Scheiden lässt, tut dieses meist mit Anwalt und gezwungener Maßen über das Gericht. Also fallen Anwalts- und Gerichtskosten an.
– Die Grundlage der Höhe wird anhand des Verfahrenswertes (Streitwert) berechnet.
– Dieser Streitwert muss aber nicht zwingend in der veranschlagten Höhe bezahlt werden. Wer sich bei den meisten Punkten einvernehmlich einigen kann, der kann hier Kosten drücken.
– Ein Kostenvoranschlag und umfassende Beratung sind hier angebracht.

Die Scheidung Kosten berechnen sich für den Streitwert folgendermaßen:
Bei einer Scheidung be­rech­net sich der Streitwert aus dem Netto­einkom­men von beiden Eheleuten, multi­pli­ziert mal 3.

Praxisbeispiel zur Scheidung und den Kosten
Das Ehepaar verdient zusammen 2.900 Euro netto im Monat. Ein gemeinsames Monatsgehalt wird dann mit dem Faktor 3 multipliziert. Damit würde in dem Vorliegenden Fall der Streitwert erstmal 8.700 Euro betragen.

Von diesem Streitwert erhalten die Anwälte einen Bruchteil als Honorar. Hinzu kommen auch noch Gerichtsgebühren.

Bei der Scheidung die Kosten drücken: Braucht man unbedingt einen Anwalt?

Also generell ist es nicht schlecht, wenn man auf jeder Seite Berater hat, die aufpassen, das es fair bleibt. Doch man kann sich zumindest einen Anwalt auch sparen. Denn bei der Scheidung der Ehe muss nur der Antragsteller für diese Scheidung einen Anwalt haben. Das geht aber nur, wenn die Scheidung einvernehmlich ist. Denn es besteht bei dieser Anhörung vor Gericht kein Anwaltszwang. Das wäre der am Besten anzunehmende Fall. Wenn man allerdings sehr zerstritten ist und auch sonst Unklarheiten vorherrschen, dann kommt man um den Anwalt und die Scheidung mit vielen Kosten nicht drum herum.

Kann man sich auch scheiden lassen, wenn man kein Geld hat?

Sollte man für die Scheidung die Kosten nicht tragen können, kann grundsätzlich Verfahrenskostenhilfe beantragen. Dafür muss aber glaubhaft dargelegt werden, dass beide Ehepartner bedürftig sind. Sollte einer der Ehepartner ein hohes Vermögen und/oder ein hohes Einkommen haben, so muss dieser einen sogenannten Verfahrenskostenvorschuss leisten.

Eine Scheidung ist niemals ein Vergnügen. Zusätzlich muss man für die Scheidung mit Kosten rechnen, auch wenn diese einvernehmlich ist. Es empfiehlt sich also, sich entweder im Guten zu trennen oder es aber vielleicht noch einmal miteinander zu versuchen.

 

Welche Unterlagen benötigt mein Rechtsanwalt für den Scheidungsantrag?

Wenn Sie einen Anwalt mit dem Ausführung der Ehescheidung betrauen, benötigt der Jurist folgende Angaben um den Scheidungsantrag stellen zu können: Scheidungsantrag_

-Namen und Anschriften, dazu gehören alle Vornamen sowie die Staatsangehörigkeiten der Eheleute
-Letzte Anschrift unter denen das Ehepaar zuletzt zusammen gelebt haben
-Zeitpunkt und Ort der Eheschließung, nachgewiesen ist dies durch das Aufweisen der Heiratsurkunde
-Namen der Kinder sowie deren Geburtsurkunden (hier werden noch Regelungen zum Aufenthalt des Kindes vorgelegt werden müssen)
-Daten zur Scheidung:
Name des Ehepartners, der den Scheidungsantrag stellen möchte
Das Datum an dem das Trennungsjahr angefangen hat
Ehevertrag wenn vorhanden
Nachweis über Nettoverdienst beider Ehepartner
Unterschriebene Zustimmung über den Scheidungsantrag des anderen Ehepartners

Beleg über das eigene Kapital beider Ehepartner bei Abschluss der Ehe

Ende ohne Aversion: Der Scheidungsantrag

Bedauerlicherweise muss man einen düsteren Trend in den vergangenen Jahren realisieren. Jede dritte Ehe in Bundesrepublik Deutschland wird binnen der ersten 25 Jahre geschieden. Die Gründe für das aus der ehelichen Gemeinschaft können dabei sehr vielseitig. War die Ehe in vergangenen Zeiten noch als Existenzsicherung für die Frau gibt es das Ja-Wort heute oft als Glücksquelle sowie sicherer Halt. Aber nicht selten hält das Glück ebenfalls dem stressigen Alltag stand, Streit ist vorauszusehen, die Beziehung scheitert, der Scheidungsantrag wird eingereicht.

Wie geht das eigentlich mit einem Scheidungsantrag?

Wenn sich das Ehepaar nicht vielmehr als ein derartiges versteht, und das Zusammenleben der beiden Partner absolut nicht mehr denkbar ist, gilt die Ehe entsprechend deutschem Recht als gescheitert. Da ein Gericht aber selten die bestehenden Gründe für das Scheitern der Ehe herauskristallisieren kann, wird als Stand für das Ende der Ehe das bezeichnete Trennungsjahr angesehen. Dieses Trennungsjahr muss eingehalten werden um die Ehe auch offiziell fertigstellen zu können. Leben beide Partner auch nach dem Ehe-Aus unter einem Dach, sollen sie dem Familiengericht klar machen, dass ein Jahr lang eine Trennung von Tisch sowie Bett erfolgte.

Der Scheidungsantrag kann vom betreuenden Rechtsanwalt oder vom Ehepartner erst nach Ablauf vom Trennungsjahres beim Familiengericht eingereicht werden. Der Scheidungsantrag muss beim lokalen Familiengericht eingereicht werden, und zwar bei der zuständigen Behörde, welche für den Wohnort des Antragstellers verantwortlich ist.
Ebenfalls wenn der Scheidungsantrag von dem Partner gestellt werden kann, der die Scheidung der Ehe durchführen möchte, muss die Beendigung der Ehe mit Unterstützung eines Anwalts vollzogen werden. Hierbei genügt es allerdings wenn allein der Antragsteller durch den Rechtsanwalt vertreten wird.

Nach Tauglichkeitsuntersuchung des Scheidungsantrages

Ist der Scheidungsantrag vom zuständigen Familiengericht angenommen, wird dem anderen Ehepartner der Scheidungsantrag zugestellt. Darüber hinaus bekommen beide Partner Fragebögen zum Versorgungsausgleich, der den Rentenausgleich regelt.
Das Gericht legt einen gerichtlichen Scheidungstermin fest, bei dem das richterlich das Abschluss der Ehe ausgesprochen wird.